Acht Prozent der Amerikaner nutzen virtuelle Welten 
Montag, den 15. Februar 2010 um 14:43 Uhr
Content Creation - Pew Internet Studie Amerikanische Jugendliche sind überdurchschnittlich im Internet unterwegs. Dies ergab eine neue Studie des Pew Research Centers. Die Nutzung virtueller Welten hält sich in Grenzen.

Demanch sind Jugendliche vor allem in Sozialen Netzwerken präsent und aktiv - bei Facebook, LinkedIn und MySpace. Blogs als auch Twitter und Co haben bei der Jugend an Attraktivität verloren. Virtuelle Welten werden allgemein weniger genutzt, junge Teenager sind Spitzenreiter im Sektor.

Insgesamt befragt wurden 800 Jugendlich im Alter von 12 bis 17 Jahren und 2253 Erwachsene.

72 Prozent der jungen Erwachsenen und 73 Prozent der Teenager sind gemäß der Studie von Pew Internet in Sozialen Netzwerken aktiv. Ende 2006 waren es noch 55 Prozent. So nutzen 71 Prozent der junger Erwachseneer im Alter von 18 bis 29 Jahren Facebook, 66 Prozent sind bei MySpace vertreten und 7 Prozent bei LinkedIn. Geschrieben wird dabei allerdings eher nicht - zu 38% werden Nachrichten geteilt oder remixed (21%). Die Prozentanzahl selbst geschriebener Inhalte ist verschwindend gering.

Second Life, Habbo Hotel und andere Metaversen werden von 18- bis 29-Jährigen zu lediglich 8 Prozent genutzt. Ende 2008 waren dies noch 10%. Vornehmlich die jungen Teeanger im Alter von 12 und 13 Jahren nutzen virtuelle Welten wie Gaia Online, Second Life oder Habbo Hotel. Bei den 14- bis 17-Jährigen sind es lediglich 7 Prozent, wobei 4 Prozent erstmalig in virtuellen Welten aktiv wurden. Im Rahmen der Studie ist die Nutzung von Metaversen relativ konstant. Gemäß dieser sollen es ebenfalls 4 Prozent der über 30-Jährigen sein, die Second Life und Co nutzen.
Gravierende Unterschiede der quantitativen Nutzung, ethnologischer Herkunft oder des Haushaltseinkommens und von Jungen und Mädchen wurden dabei nicht beobachtet.
Dabei zeichnet sich jedoch ein "größerer Enthusiasmus" der Metaversen nutzenden Amerikaner ab - so die Studie im Wortlaut.

Ein Trend scheint sich abzuzeichnen: Es werden weniger Blogs geschrieben oder eröffnet, als das noch 2006 der Fall war. Insgesamt sind 93 Prozent aller amerikanischen Teenager online aktiv. Bei den jungen Erwachsenen sind dies 74 Prozent.
Dabei ist für die Jugendlichen das Internet vornehmlich zu einer Informationsquelle avanciert - 62 Prozent wurden hier ermittelt. Knapp die Hälfte der Jugendlichen kauft bereits über das Internet ein. 17 Prozent der Jugendlichen sucht nach Informationen, über die sie sich nicht zu sprechen trauen - Sexual- und Drogenberatung stehen hier an ersten Stellen.
Es wird daher eine inhaltlich intensivere Nutzung betrachtet, das Internet etabliert sich als Informationsquelle und als Netzwerk über demografische Grenzen hinweg.

Auch wenn insbesondere die Nutzung virtueller Welten mehr Fragen aufwirft, als sie beantworten kann, zeigt sich, dass die Entwicklung eher realistischer Natur ist - der Amerikaner begreift langsam, dass virtuelle Welten keine Spiele sind. Somit kann erwartet werden, dass die qualitativen Inhalte mit den sinkenden Nutzerzahlen eher steigen werden.

Links:
Pew Internet Webseite
Social Media and Young Adults - Pew Studie Online
Vergleiche auch: JISC Studie zu Virtuellen Welten aus 2008
 

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