Schweiz will Killerspieleverbot durchsetzen 
Dienstag, den 23. März 2010 um 13:16 Uhr
Verify your Age before entry Am 18.März wurde die Gesetzesinitative eines Killerspieleverbotes vom Schweizer Ständerat, der dem deutschen Bundesrat vergleichbar ist, angenommen.

Damit ist der Bundesrat des Landes beauftragt, sogenannte Killerspiele zu verbieten. Die Initiative geht auf die Politikerin Evi Allemann zurück. Zum Verbot erachtet sie ein System für die Altersfreigabe als notwendig.



Gesetzesinitative 09.3422 soll ein verbindliches Verbot sogenannter Killerspiele durchsetzen.
Es soll hierbei ein absolutes Verbot nur für einige Spiele geben, laut Allemann, die bei der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP) agiert:
"Es wird sich wohl um ein Dutzend Games handeln, wie in Deutschland, wo besipielsweise Mortal Kombat und Manhunt verboten sind, nicht aber Counter-Strike."
Gegenüber 20 Minuten Online erörterte sie auch die Begründung für das Ansinnen, nämlich da "ein exzessiver Konsum von Actiongames einen Einfluss auf das Aggressionspotenzial hat".

Das zweite vorgelegte Papier, die Gesetzesinitative Nummer 07.3870, die damit in Verbindung steht, fordert ein verbindliches System der Altersfreigabe. Das System will sich an der Pan Europe Game Information (Pegi) orientieren, welches als weniger strikt als das deutsche USK-System gilt und in einigen europäischen Ländern bereits genutzt wird. Die Bundesrepublik Deutschland debattiert derweil bereits den nächsten Schritt - die Übergabe der Kontrolle für Online-Spiele an die USK und die KJM, was zum Folgeschritt der Überlegungen führte, wie indiziert werden darf und welche Mindeststandards angelegt werden können.

Noch zuvor waren in Schweiz Proteste veranstaltet worden und eine Online-Petition in aller Munde, initiiert von Piratenpartei und Spieleverbänden. Sie streben an, dass auf das Verbot elektronischer Videospiele verzichtet wird und empfehlen verstärkte Aufklärungstätigkeiten, die den Jugendschutz in Form von "Präventionsarbeit in Sachen Medienkonsum bei Jugendlichen" zum Gegenstand haben.


Weitere Artikel zum Thema:
Killer-Spiele sind keine Auslöser von Gewalt (US-Studie, 16.09.2009)
 

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