Weblin und die Zukunft 
Montag, den 22. Juni 2009 um 12:30 Uhr
Weblin Insolvenz Die Zweitgeist GmbH, welche Weblin entwickelte und auf den Markt brachte, hatte die Insolvenz zum 05.Mai 2009 angemeldet.
Ende Februar wurden sieben Leute entlassen, was laut Gründerin Christine Stump eine Maßnahme war, um das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zu bringen. Das ist somit, zumindest im Rahmen der zweitgeist GmbH, gescheitert.

Jetzt hoffen die Betreiber (und der Insolvenzverwalter), dass Investoren das Unternehmen Weblin retten werden. Immerhin wurde bereits im Januar 2 Millionen Nutzer gezählt.

Von den 2 Millionen Nutzern befändet sich die Hälfte geografisch gesehen in Europa, wie Nikolai Roth im Videointerview verriet. Einige Social Communities und andere Webseiten wie das Pennergame sind dabei als Partner geführt. Grundsätzlich trifft man also nicht auf jeder x-beliebigen Seite einen oder mehrere Weblins, was in Anbetracht der Fülle der Webseiten logisch ist. Schade also, dass das Geschäftsmodell sich nicht frühzeitiger zu etablieren verstand.
Bereits im Oktober sprachen die Macher von der Monetarisierung des Unternehmens und hatten neben anderen scheinbar recht explizite Modelle der Werbefinanzierung ausgearbeitet und vorgestellt. 2006 wurder das Unternehmen gegründet und als ein Deutscher Startup geführt.

Spekulationen um die Zukunft

Weblins aus SL Zahlreiche Spekulationen sind über das Netz verteilt zu finden - sei es nun zum Unternehmen selbst, der Idee, die hinter Weblin steckt oder der Zukunft. Landläufiger Tenor ist es dabei, dass die Idee nicht untergehen und dass es gewiss Finanziers geben wird, die den Billigeinkauf in diesen Tagen und Monaten tätigen werden. Interessenten sind verlautbart worden, was aufgrund der zahlreichen Nutzer und der innovativen Idee nicht verwundert.

Weblins ermöglicht eine virtuelle Welt ganz unvirtuell - auf jeder Webseite mit einem Avatar präsent zu sein, auf der man sich befindet und bewegt - und dabei spielerisch mit den anderen Lesern der jeweiligen Seite in Kontakt treten zu können. Obgleich hier erwähnt werden muss, dass Weblin keine virtuelle Welt, wie es so gern behauptet wird, sondern eine Applikation ist, die als kostenloser Download verfügbar ist und die parallel zum Surfen im Internet abläuft.

Außerdem wurde eine Second Life Tool von Primforge entwickelt, mit dessen Hilfe man seinen SL-Avatar zum Weblin verwandeln konnte.

Weblin war und ist eine Entwicklung von Heiner Wolf, der die Idee auf Webmops präsentiert und ein Mitgründer der Zweitgeist GmbH ist. Es ist ein Projekt, dass im Rahmen der bluehands GmbH & Co.mmunication KG entwickelt worden ist. Aus dem Projekt Weblin heraus wurde die Zweitgeist GmbH, welche nun insolvent geht. Berechtigterweise und wie üblich äußern sich weder Betreiber noch der zuständige Insolvenzverwalter dieser Tage.

Links:
VWI-Vorstellung Weblin
Weblin Homepage

Bildquelle:
Flickr, June Trenkins
 

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