Virtuelle Welten in Tübingen - Tag der Offenen Tür des Institutes für Wissensmedien 
Veranstaltungen
Mittwoch, den 10. März 2010 um 11:39 Uhr
IWM Plakat Virtuelle Welten Am vergangenen Sonntag, dem 07. März 2010, öffnete das Tübinger Institut für Wissensmedien (IWM) die Türen für mehr als 600 Besucher. Reelle und virtuelle Attraktionen konnten besichtigt werden.

Die Grenzen werden mittels fortschreitender Mixed-Reality fließender und zeigen, dass Anwendungen zum Teil als zu real und andererseits als zu spielerisch interpretiert werden.

Das Highlight des Besucher-Tages im IWM war unweigerlich der virtuelle Dinosaurier, zahlreiche weitere, virtuell-technische Anwendungen wurden gezeigt und vorgestellt. Das Institut gehört zu den 86 Forschungsinstituten der Leibniz-Gemeinschaft in Deutschland und engagiert sich in Forschungsbereichen auch in virtuellen Welten wie Second Life.

Grundlagenforschung und die Entwicklung medientechnischer Lösungen werden im Institut für Wissensmedien behandelt und in Arbeitsgruppen von sechs Professoren geleitet, die klären, welche Möglichkeiten es anhand neuer Medien zur Wissensvermittlung gibt. In Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und Museen entstanden bisherig bereits einige innovative Anwendungen, die am vergangenen Sonntag von kleinen und großen Interessierten bestaunt werden konnten.


Virtuelle Highlights aus Tübingen

IWM Dinosauriere virtuell real Der Dinosaurier des Abends war real anwesend - als Skelett. Mithilfe der Cutting Edge-Technolgie, also einer 3D Brille und der dynamischen Auswertung der Betrachterposition, wurde es den Besuchern möglich, spielerisch mit dem Dino zu interagieren. Beim Blick durch die 3D-Brille werden virtuelle Elemente ergänzt und sorgen für immersive Erlebnisse der fast realen Art. Einer der kleinen Besucher gestand gegenüber der Kamera seine reale Angst und Begeisterung, die fünfminütigen Vorführungen blieben wegen hohen Andrangs letztendlich eine Stunde länger geöffnet als geplant.

Prof. Friedrich W. Hesse erklärte, dass das deutschlandweit einzigartige Dinoexemplar verdeutlicht, welchen Einfluss dergleichen Anreicherungen auf die Realität haben können - für die Wahrnehmung aber auch für das daraus entstehende Interesse, vertiefter mit dem jeweiligen Thema umzugehen.

IWM Virtueller DesktopProf. Stefan Schwan, Leiter "Wissenserwerb mit Cybermedia" und stellvertretender Institutsleiter, referierte über virtuelle Welten und seiner Potenziale für den Unterricht. Er sagte im Anschluss, dass einfachere der vorgestellten Techniken in einigen Jahren in Klassenzimmer und Arbeitsumgebungen integriert sein werden, aufwendigere und teurere Techniken würden aber eher in Museen und ähnlichen Institutionen zum Einsatz kommen.

Insbesondere dem horizontalen virtuellen Desktop, der wie ein Schreibtisch genutzt wird und wirkt, ermöglicht spielerisches Interagieren mit virtuellen Elementen und fördert das immersive Lernergebnis. Lehrer ließen verlauten, dass diese Techniken das Lernen selbst nicht ersetzen könnten, jedoch die Motivation der Schüler immens beeinflussen, die anhand der technologischen Entwicklungen intensivere Erlebnisse erzeugen als das bisher in Klassenzimmern möglich ist und damit den positiven Lerneffekt fördern.

Weitere wissensmedientechnische und vorgestellte Projekte waren unter anderem "Mathe mit der Matte", eine virtuelle Wiederbelebung eines Unfallopfers, "Wo schaue ich hin" und das Steuern eines virtuellen Autos durch (das ebenfalls virtuelle) New York City.

08-1126-iwm-002Gegenüber Tagblatt.de erklärte Prof. Schwan resümierend:
"Es gibt zwei Gefahren - dass die Animationen mit Unterhaltung verwechselt werden und genutzt werden wie ein Computerspiel. Bei einer animierten Burg beispielsweise ohne Beachtung der historischen Hintergründe. Die zweite ist, dass die Darstellungen zu wörtlich genommen werden, weil sie so realistisch sind. Aber die Animationen sind Hypothesen, keine Fotos."
Das Institut für Wissensmedien ist zudem auch in Second Life vertreten, eröffnet wurde die virtuelle 3D-Präsenz in der virtuellen Welt am 01.12.2008. Informationszentrum und virtuelles Forschungslabor stehen dort zu besichtigen, werden aber auch praktisch ver- und angewendet.

Links:
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Institut für Wissensmedien (IWM) Webseite
SLurl Institut für Wissensmedien (IWM in Second Life)
 

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