Pimp up your education! - From standard learner to Edupunk 
Veranstaltungen
Samstag, den 18. April 2009 um 14:13 Uhr
EduCamp EduPunkAm gestrigen Abend startete im Audimax der TU Ilmenau das dritte EduCamp mit einer Podiums- diskussion. Jeder der Keynotespeaker führte seine Thesen an.

Als Medienpartner war Virtual World Info live dabei und wird noch eingehender zu einzelnen Themenbereichen, die auch das educamp betreffen, berichten (wie bereits in der Vergangenheit geschehen). Denn zunehmend werden virtuelle Umgebungen (hier gemeint die MUVEs) im E-Learning-Bereich ernsthaft genutzt.

Das Educamp ist ein Barcamp, was bedeutet dass die Veranstaltungen und Sessions erst am Tag der Veranstaltung festgelegt werden. Dies ist für den heutigen Samstag bereits geschehen und man kann sie im Kalender der Initiatoren einsehen. Auch die Sessions für Sonntag sind schon veröffentlicht.

Die Moderatoren der Podiumsdiskussion Steffen Büffel und Graham Attwell führten durch die Diskussion, die mit den Experten Cristina Costa und Thomas Sporer (Web 2.0 in the classroom), Prof. Dr. Andrea Back per Livezuschaltung und Philipp Königs (Information overlad), Helen Keegan (Online reputation and privacy) und Herrn Prof. Dr. Wolf (Mobile Learning and Microlearning) hochkarätige Fachleute aus Web 2.0 und Web 3D Bereichen gewinnen konnten.

Speziell die Themen und Thesen Professor Wolfs wird VWI noch beleuchten, denn in Bezug auf Virtuelle Welten und E-Learning, der Didaktik und deren besonderen Anforderungen, aber auch im Bereich der Serious Games hat er bereits diverse Arbeiten im Rahmen seiner Tätigkeit als Juniorprofessor an der Universität Bremen publiziert. Das Thema der Suchtgefahr World of Warcrafts behandelte er ausgiebig.

Pimp your education! - Edupunk

Warum Edupunk als der Begriff des hiesigen Educamps ist, dafür hatte Prof. Dr. Wolf eine passende Erklärung parat. Es gäbe keine Punks in der Bildung, so führte er auf der Podiumsdiskussion aus. Die eigentliche Definition von Punks wäre, auf das Web bezogen, der eines Cyberpunks, also Cyberhacker, sodass man sagen könne, dass es ein Ziel der Lehre sein müsse, Eduhacker zu bilden. Zum Nutzen der Bildung das Web zu hacken, zu begreifen und zu vernetzen, ohne den negativen Teil des Hackerbegriffes zu integrieren.

Auch das semantische Web, dessen Verständnis in Fachkreisen immer wieder für Diskussionen und teils noch Verwirrung sorgt, wird ein Thema des Tages sein. Harald Sack, Senior Researcher der Universität Potsdam, wird zum Beispiel eine Session mit dem Titel "Semantic Web for Dummies" leiten.
Gestern ließ er im Gespräch verlauten, dass die semantischen Technologien bereits weit genug seien, um ein Semantic Web realisieren zu können, allerdings seien dabei einige Problemstellungen derart komplex, dass die verfügbare Rechenleistung nicht ausreicht, um solcherlei Anwendungen effektiv umsetzen zu können. Dies sei derzeit die Hauptaufgabe und man müsse vermehrt die kleinen Schritte sehen, anstatt zu den Sternen greifen zu wollen.

Ebenfalls brisante werden beim diesigen EduCamp Aspekte digitaler und multipler Identität eine Rolle spielen, wie in der Podiumsdiskussion bereits ersichtlich wurde. Verwechslungen und Querbeziehungen seien im Web 2.0 zu einem Standard geworden, der nicht ausschließlich Gewolltes produziert. Ein Fazit eines Teilnehmers war es, dass jeder Mensch zunehmend gezwungen sei, eine digitale Identität zu pflegen, um sich im rechten Licht zu präsentieren. Als eine Gefahrenquelle sei dies zu betrachten, was wiederum eine philosophische Herleitung und Erinnerung an die Basis der Szenarien eines "1984" (George Orwell) oder eines "Brave New World" (Aldous Huxley) provozieren müsse.

Sponsoren, Medienpartner und Förderer des EduCamps 3 sind:
09-0418_educamp-sponsoren

Links:
EduCamp Webseite
EduCamp 3 Programm (pdf)
EduCamp Sessions Live
 

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