Chinas Goldfarmer, BDSM@SL und Virtual Goods im neuen JVWR 
Wissen
Freitag, den 05. März 2010 um 11:23 Uhr
JVWR - 2.4 Cover Das Journal of Virtual Worlds Research ist ein akademisches Magazin, welches nun in Ausgabe 2.4 aufgelegt ist. Wiederum interessante Studien und Erkenntisse sind darin zu finden.

Das siebente Journal der JWR widmet sich dem Thema "Virtual Economies, Virtual Goods and Service Delivery in Virtual Worlds". Gasteditoren dieser Ausgabe waren Mandy Salomon, Smart Services CRC, Australia und Serge Soudoplatoff, ESCP-EAP / Hetic, France. Chefredakteur ist seit Anbeginn der Publikation Jeremias Spence, University of Texas at Austin, USA.

Insbesondere das Peer Review Verfahren, dem die akademischen Texte unterliegen, sorgt für hochqualitative Inhalte, welchem das Journal of Virtual Worlds Research seit 2008 treu bleibt. Finanziert und realisiert wird das Magazin - wie vergleichbare akademische Publikationen - durch Kooperationen verschiedener Universitäten, Publisher und Bibliotheken der Vereinigten Staaten.

Die neueste Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema der virtuellen Güter. Vorher gegangene Magazine thematisierten unter anderem die Kultur virtueller Welten, das Konsumverhalten, 3D-Welten für Gesundheit und Vorsorge und dem E-Learning. Weitere Magazine sind bereits im Entstehen begriffen.


Das Peer Review Verfahren

Peer Review bedeutet, dass akademische Texte durch eine zweite fachkundige Person gegen gelesen und begutachtet werden. Oftmals sind Akademiker einer bestimmten Richtung anheim oder drücken sich missverständlich aus. Signifikanz der Fragestellung, Originalität und Validität des Lösungsansatzes und Plausibilität der Resultate im Kontext zu überprüfen sowie auf methodische Fehler hinzuweisen, stellt dabei also die Aufgabe des Gutachters dar. Die Bewertung der Qualität, um dem Herausgeber der Fachzeitschrift Anhaltspunkte zur Veröffentlichungsrelevanz zu gewährleisten, ist der Sinn dieses Verfahrens, welches unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben unterliegt und sich individuell nach Leserkreis, als auch der Reputation des Fachjournals richtet.
Das Journal of Virtual Worlds Research ist zum Teil dem Peer Review Verfahren unterlegen. Zur ungefähren Hälfte werden auch Artikel zugelassen, die keinem Forschungsansatz gerecht werden.


Journal of Virtual Worlds Research, Volume 2, Number 4

In der siebenten Ausgabe des JVWR geht es um die virtuelle Wirtschaft, virtuelle Güter und Servicedienste virtueller Welten. So hat sich Shaowen Bardzell in der Editor-in-chief´s Corner dem Thema BDSM in Second Life gewidmet, um genau zu sein, der visuellen Sprache von BDSM getragenen Fotografien innerhalb Second Lifes. Konzentriert wird sich dabei auf die Erscheinungsbilder von Avataren im Segment.

WoW Goldfarmer Chinas China und WoW, World of Warcraft, sind jedem Internetnutzer ein Begriff. Die sogenannten "Goldspammer" bevölkern das Internet unter anderem mit ihren Versuchen, hochgelevelte Charaktere aus WoW an den Käufer zu bringen, zum Großteil erfolgreich - auch seitdem dies von Blizzard verboten worden war.
Eine Provinz in China wurde von Richard Heeks besucht. Er stellt in seinem Gastbeitrag fest, dass im Schnitt 300 US-Dollar eine lukrative Einnahmequelle für die WoW-Farmer generieren, die den Chinesen Hochzeiten ermöglichen und ein ansehnliches Leben in China bescheren.


Weitere Themen des neuesten JVWR im Abriß

Shenlei E. Winkler beschäftigt sich mit Überlegungen der Lizensierung Open Sim basierter virtueller Welten. Kapitalismus und Währungen des Internets werden im zweiten "Think Piece" von Minna Ruckenstein begutachtet. Einer Erhebung des Unternehmertums in MMORPGs am Beispiel von Second Life und Entropia Universe widmete sich Stéphane Kieger.

Den virtuellen Kommerz in Second Life fokussiert das Forschungspapier von Seung-A Annie Jin und Justin Bolebruch - insbesondere die Rollen physischer Präsenz und der Zusammenhänge des Eigenbranding werden spezifiziert. Maura Welch widmete sich der Begutachtung freudenorientierter, nützlicher und erschwinglicher Luxusgüter virtueller Welten mit dem Fokus auf Teenager, die einen Großteil der Nutzer zahlreicher MUVEs (Multi User Virtual Environments), insbesondere in den Staaten, ausmachen.


Links:
Das kommende JVWR in der Vorschau
Webseite des Journal of Virtual Worlds Research
 

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